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Newcomer Check 04/2008
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Newcomer Check 04/2008

er Newcomer-Check als jüngster Spross in unserer Reihe der Checks geht in die erste Runde. Monatlich werden wir von nun an viel versprechende Nachwuchskünstler vorstellen und zwar aus verschiedensten Bereichen. Um dies zu gewährleisten tragen beim Newcomer-Check die Chefredakteure Kilian Haller, Steffen Krutzinna und Max Schmutzer ihre Neuentdeckungen zusammen.

Leon Taylor – Wir ziehen los

von Max Schmutzer
Leon Taylor ist ein deutscher Soul-Sänger aus Frankfurt. Mit seiner EP „Wir ziehen los“ will er nun versuchen dem Genre den nötigen frischen Wind einzuhauchen. Mit einem erfolgreich abgeschlossenen Klavier- und Gesangsstudium am Frankfurter Konservatorium sind die Vorraussetzungen für dieses Vorhaben auf jeden Fall da. Und tatsächlich geht der erste Track „Unbeschreiblich“ verdammt gut ins Ohr. Eine sehr markante Stimme verleiht dem Gesang von Leon Taylor etwas Eigenes und auch die (Eigen-)Produktion des Tracks ist sehr sauber und trotzdem mit Seele. Die fehlt leider beim Titeltrack „Wir ziehen los“, bei dem sich Leon bei der Produktion ein bisschen zu sehr am Timbalandschen Styler-Pop anlehnt. Sollte man nicht mehr tun. Die beiden anderen Tracks „Mia“ und „Kein Weg raus“ lassen sich zum Glück wieder ganz gut anhören, ohne aber die Intensität vom ersten Track wieder aufzunehmen. Schade eigentlich, „Unbeschreiblich“ zeigt, was für ein großes Potential in dem Typen steckt. Das sollte er ausbauen!
myspace.com/taylorleon (http://www.myspace.com/taylorleon)

Drowned In Dreams – Tragedy Of Empty Homes

von Steffen Krutzinna
Drowned In Dreams gibt’s eigentlich schon seit 4 Jahren, doch wegen vieler Personalwechsel kommt erst jetzt die erste deutschlandweit vertriebene EP auf den Markt. Sehr sympathisch ist, dass die Band ihre Position in der Musikszene richtig checken: „Wir denken nicht, dass wir Hardcore ein neues Herz geben können, neu definieren oder einen neuen Stil entwickeln, aber wir sind Teil der Szene und ein Teil des Herzes“. Diese Unverbissenheit hört man der Platte deutlich an. Tabulose Roughness und schnelle Riffs treffen auf aufwändiges Songwriting, so wie es etwa in „Voice To Protest“ hervorragend vorgemacht wird. Technisch gibt’s ebenso wenig zu bemängeln, was besonders in den Metal-geprägten Passagen auffällt, mit denen die Tracks gerne gewürzt werden. Da wird sogar die Double-Bass ausgepackt! Einziges Manko: In „Now You’re Lost“ gibt’s Gesang, der wirklich scheiße klingt. Die Shouts gelingen jedoch bestens. Weiter so und locker bleiben.
drownedindreams.com (http://www.drownedindreams.com)

The Toulouse – Spit On The Bar

von Kilian Haller
Der Fünfer aus Berlin hat gerade seine Debüt-E.P. “Spit on the bar” veröffentlicht. Diese ist ein Versprechen melodischer Rockmusik, die sich aber wohltuend von der in Deutschland weiträumig verbreiteten Spreu abhebt. Die Songs verdanken ihre Lebendigkeit nicht nur den Stimmen von Sascha Niemann und Marek Jamrozy, sondern auch einem humoristischen Talent der Band. Wenn da im Titel-Track Gitarrensoli auf Discobeats treffen, ist das quasi typisch für diese spaßige Combo, die übrigens gerade durch den Osten der Republik tourt und im April und Mai die Städte Kamenz, Leipzig, Dresden, Magdeburg, Halle und Berlin bespielt.
myspace.com/thetoulouse (http://www.myspace.com/thetoulouse)

Haller / Krutzinna / Schmutzer