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Musikvideo Check
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Musikvideo Check

undherum ist alles fucking grün oder sogar bunt, weil blühend - daher die zwei Kriterien für den Musikvideo-Check im Monat Mai. Ich verneige mich vor drei singenden Exemplaren des anderen Geschlechts - unter dem Motto: Let there be Farbklecks!

Munk und Asia Argento - "Live Fast Die Old"
(Video bei YouTube ansehen (http://www.youtube.com/watch?v=BubXYCoL_E0))

Gut, viel Farbe gibt es in “Live Fast Die Old” von Munk und Asia Argento nicht zu sehen. Die Aufnahmen sind wie die ins Bild gezeichneten Formen schwarz-weiß; nur wer ganz genau hinsieht entdeckt den einen oder anderen lila Schimmer. Trotzdem gehört der Clip in den Mai-Check - weil ebendiese Zeichnungen das Bild so aufpeppen, dass man es schon fast “bunt” nennen möchte. Klasse ist aber auch, mit welchen Fähigkeiten die Protagonistin Asia Argento unterhält, sowohl stimmlich als auch schauspielerisch. Vielleicht hat die große Familientradition der 32-jährigen Italienerin ihr diese Aura in die Wiege gelegt. Von ihrem Wikipedia-Eintrag kommt man jedenfalls fluchs zum Regisseur Papa Dario, zum Produzenten Opa Salvatore und zum Komponisten Ur-Opa Alfredo). Kann nicht jeder: 3:26 lang dem Zuschauer mittig im Bild Slogans entgegen brüllen. Mal wieder eine spannendes, internationales Feature des Duos Munk, dem München seinen Standort auf der deutschen Poplandkarte zu verdanken hat.


CocoRosie - “God Has A Voice, She Speaks Through Me”

(Video bei YouTube ansehen (http://www.youtube.com/watch?v=rIW2FAHl5PE))

Klasse Beat, tolle Stimme - so geht es auch mit CocoRosies “God Has A Voice, She Speaks Through Me” weiter. Eigentlich kein großer Fan von Vokodern muss ich wirklich sagen: Wenn man die Teile (so wie hier) richtig einsetzt will ich gar nichts anderes mehr hören. Die Stimme klingt super - muss sie ja allerdings auch, wenn man den Songtitel für bare Münze nehmen will. - Der Clip dazu ist jedenfalls wirklich richtig bunt, dazu auch noch mit Blumen, Feuerwerk und Herzen versehen. Passt zu den mit Metaphern getränkten Lyrics: ”Kissing fire flies on the beach”, ”My heart is pounding waiting for / The ocean deep enough to lift my veil”, ”My shadows world seems so far away”. Am Ende: ”Crystal light in every creature / Every creature, everyone has love to give”. Und weil die beiden Casady-Schwestern diesen Song mit dem nötigen Ernst und dem richtigen Appeal performen, werde ich mir den Clip in diesem Sommer sicher noch einige Male ansehen und meine Laune damit schlagartig heben.

Britta Persson - “Cliffhanger”

(Video bei YouTube ansehen (http://www.youtube.com/watch?v=89EN0Yn8O_Y))

Endgültig psychedelisch wird’s bei der dritten Frau im Bunde: Britta Persson. Bereits ihren zauberhaften Clip zu “Winter Tour” lobte ich an gleicher Stelle inbrünstig, jetzt bleibt mir auch bei “Cliffhanger” nicht viel anderes übrig. Hier wurde wirklich einiges an Farbe über den Filmstreifen gegossen, man hat Kaleidoskope vor die Kamera gehalten und nicht zuletzt kleine Dreiecke in Kartoffeln geschnitzt, in ein Stempelkissen gedrückt und auf dem Zelluloid verewigt. Nun, wahrscheinlich macht man das heutzutage ganz anders, aber nichtsdestotrotz ist das Ergebnis so hübsch, dass ich es mir am Liebsten mal in einem richtigen Kino ansehen würde. Das gilt übrigens auch für “Kill Hollywood Me” (Video bei YouTube ansehen (http://www.youtube.com/watch?v=J9ksExhKso8)), der zweiten Single vom gleichnamigen neuen Album der Frau aus Uppsala. Das ist nicht nur etwas für nostalgische Cineasten - es ist auch ziemlich farbig!

K. Haller