er Newcomer Check im Juni könnte nicht vielseitiger sein. Wir stellen das Debüt-Mixtape „Kinderkakke“ von Rapper Maxat vor. Außerdem die Ambient EP „Alias“ des britischen Produzenten bit|bin und das Postpunk-Album „Auffallen durch Umfallen“ von peters.
Maxat – Kinderkakke
von Max Schmutzer
Maxat ist ein Rapper aus Nordrhein-Westfalen und wurde in der ehemaligen Sowjetunion geboren. Gerade hat er sein Mixtape „Kinderkakke“ veröffentlicht. Bin ich bei MySpace drauf gestoßen und da findet man eigentlich nur Scheiße. Nicht so bei Maxat. Auch wenn er auf „Kinderkakke“ wie viele andere auch nur über Ami-Beats rappt, kann sich dieses Tape wirklich hören lassen. Der Typ hat definitiv was zu erzählen. Von leicht nachdenklichen Tracks wie „Hab keine Angst“ oder „Muss leben“ über Konzeptsongs wie „Was für ein Tier!?“, Party mit „Hol den Alk!“ bis Battle auf „Nie im Leben“ (über Souljah Boy wohlgemerkt! Witziger Track) beherrscht Maxat alle Spielarten. Mir persönlich gefallen die etwas ruhigeren Tracks am besten bei denen man Maxat als tiefgründigen aber der Straße verbundenen Menschen kennenlernt.
Hochkarätige Features gibt es von Phreaky Flave, I.G.O.R. (Optik Russia) und Bobdize (No Peanuts). Die Soundqualität des Tapes ist übrigens trotz Homerecordings sehr amtlich.
Das Mixtape steht zum freien Download auf Maxats Homepage bereit. Das Album „Zu viel für Deutschland steht 2009 an. Sollte man mal checken!
Mehr Infos zu Maxat:
Maxat Homepage (http://www.maxat-music.de)
Maxat bei Myspace (http://www.myspace.com/maxatmusic)
bit|bin – alias e.p.
von Steffen Krutzinna
Der Alias EP merkt man durchaus an, dass bit|bin sehr gut bescheid weiß, in welchem musikalischen Kontext er sich bewegt. Die Einflüsse und Sympathien zu Warp-Artists, besonders aber Aphex Twin und Boards of Canada sind offensichtlich. Das heißt jedoch nicht, dass bit|bin nur so gut er kann kopiert. Überhaupt nicht. Vielmehr tut er sehr gut daran, die Soundscapes mit spannenden, abwechslungsreichen brüchigen Beats zu bereichern und seine EP erstaunlich vielseitig zu gestalten.Beats variieren zwischen fast straighten Basslines und Clicks’n’Cuts. Der erste Tracks „May” erinnert an Filmmusik von 2001 oder Alien in seiner unheilverheißenden Spannug. „The Detour” ist wesentlich offensiver und bringt willkommenen Drive in die EP. „Asleep” vereint düstere Synthies und gepitchte Gesangssamples zu einem Track, der etwas klingt nach The Notwist, die auf einem London-Trip die Antidepressiva absetzen. Ein mehr als vielversprechendes Debüt!
Die EP gibt es über iTunes, Beatport und Boomcat. Auf der Myspace-Seite von bit|bin können alle Tracks kostenlos in leicht gekürten Versionen heruntergalden werden.
bit|bin-Homepage (http://www.bitbin.co.uk)
bit|bin bei Myspace (www.myspace.com/bitbin)
peters. – Auffallen durch Umfallen
von Kilian Haller
Das Genre des Lübecker Sextetts peters. auf ihrem Longplayer-Debüt „Auffallen durch Umfallen“ lautet „Postpunk“. Tanzbare, schmissige Mucke mit hohem Screamo-Gesang – das klingt einerseits nach amerikanischen Vorbildern wie Hot Hot Heat oder Blood Brothers, andererseits lassen sich aber auch in der Hamburger Nachbarschaft Referenzbands wie Die Goldenen Zitronen finden. Gemeinsam mit denen stecken peters. übrigens auf dem Soundtrack zum Aufsatzheft „I Can't Relax In Deutschland“. Gemeinsam mit dem arschtretenden Sound vereinbaren peters. also auch einen wohltuenden Tiefgang. Und: Sänger König Wilhelmburg und Bassist Futz sind in der Lage, ein lesenswertes Blog (http://peters.blogsport.de/) zu betreiben. Erschienen ist „Auffallen durch Umfallen“ im März auf dem sympathischen D.I.Y.-Label „Unterm Durchschnitt“.
peters.-Homepage (http://www.peters.here.de/)
peter. bei Myspace (http://www.myspace.com/peterspeters)









