eil gerade so viele durch die Gegend schwirren gibt es dieses Mal nur reine Artist-Tapes im Check. Mit dabei ist aktuelles Zeug von Young Jeezy, College-Rapper Asher Roth, das Comeback von CNN und Kanye-Schützling 88-Keys.
Young Jeezy – The Prime Minister
Fangen wir an mit Young Jeezy. Von dem König der Adlibs hat man ja jetzt leider längere Zeit nichts mehr gehört. Deswegen gibt es jetzt immerhin 12 Tracks in Mixtape-Form. „The Prime Minister“ heißt das Ding und wurde anlässlich der Eröffnung von Jeezys eigenem Social Network veröffentlicht. www.usda2day.com, da kann man mal vorbei gucken, wenn einem bei dem ganzen anderen Kram langweilig wird. Ludacris hat gerade auch so was aufgemacht. Und 50. Wie auch immer: Mucke geht voll klar. Naja, warum ausgerechnet Kanye auf der aktuellen Single „Put On“ den T-Pain’schen Autotune auspacken muss, das kann mir wahrscheinlich keiner erklären, aber der Track ist sonst wirklich ganz cool. „Translator“ z.B. ist mal wieder so ein Ding mit hymnischen Beat, ala „I Luv It“ und so. Das was man von Jeezy mag. „We Out Here Grinding“ von DJ Khaled (mit neuer Jeezy Strophe) kennt man ja schon, ist aber trotzdem nach wie vor ein Bringer.
Insgesamt nix spannendes, eher was für Sowieso-Schon-Fans.
Asher Roth – The GreenHouse Effect Vol. 1
Asher Roth fällt in die Kategorie “Jungs von denen man bald mehr hören könnte”. Zwar ist der ganz große Hype in den Blogs bisher ausgeblieben, aber der Typ hat einige prominente Fürsprecher. Akon ist Fan, Andre 3000 ist Fan und Loud-Records Gründer und Rap-Fädenzieher Steve Rifkind nennt ihn „the best lyricist I've heard in 10 years“. Außerdem ist Asher Roth der erste weiße Rapper mit dem DJ Drama und Don Cannon ein Mixtape aufnehmen. Gut, dass mit dem „best lyricist“ mag ein bisschen sehr euphorisch sein, aber der Typ ist ein witziger Geschichtenerzähler. Seine Storys sind größtenteils so im College-Bereich angesiedelt. Cleverer Zug, so einen richtigen amerikanischen Studentenrapper gibt es irgendwie noch gar nicht. Wer College-Filme mag, wird mit Asher Roth auf jeden Fall etwas anfangen können. Naja und der Kifferhumor, der im Titel schon anklingt, spielt natürlich auch eine Rolle. Die Beatauswahl ist übrigens sehr, sehr schön. Der Typ berappt ein paar Highlights der letzten Jahre. Talentiert ist der Typ. Abwarten, was da noch geht.
Achso, auch Asher Roth hat sein eigenes Social Network: www.thedailykush.com. Da kann man übrigens auch das Mixtape für lau und legal runterladen.
DJ Whoo Kid & CNN – „Back On That Q.U. Shit“
Kommen wir vom College-Kid zu wirklich alten Hasen im Game. CNN sind mal wieder back im Game. Als Ankündigung zu dem kommenden Album „War Reporting“, dem ersten seit 2002 übrigens, haben sie mit Whoo Kid dieses Tape zusammengeschustert. Neben schon etwas älteren Solo-Club-Nummern von NORE („Set It Off“, „Get It In“) gibt es tatsächlich auch ein paar neue CNN Tracks. „Whooo You“ lässt auch hoffen, dass das noch mal was wird mit den Jungs. Hammer-Beat. Der Freestyle über Snoops „Sexual Seduction“ ist zwar ziemlich scheußlich, beweist aber immerhin, dass man nicht immer nur Kriegsreporter sondern auch mal Spaßvogel sein kann. Der Spaß hört dann allerdings bei „Slingin Night N Day“ auch wieder so ein bisschen auf. Mein Gott, ist diese Autotune-Hook grottig! Richtig cool sind dagegen durchdachte Tracks wie der NORE-Solotrack „World Is Getting Smaller“ oder „I Shine“ auf der Capone auch mal wieder zeigt, dass er es noch kann. Durchwachsene Sache also. Aber gute Ansätze sind da.
88-Keys – „Adam’s Case Files“
Einer von dem man definitiv in Zukunft mehr hören wird ist 88-Keys. Als Produzent für Leute wie Mos Def, Musiq, The Pharcyde und Talib Kweli hat sich der Mann aus Harlem schon ganz gut im Bereich hochwertiger Rap-Mucke etabliert. Nun geht er selber ans Mic. Für sein für Oktober angekündigtes Album „The Death Of Adam“ wird Kanye West als Executive Producer fungieren. Shure Shot.
Das Tape ist auch super. Angenehm funkige, sample-basierte Beats und neben coolen Gästen auch ein sehr amtlicher 88-Keys als Rapper (auch wenn die Aufnahmequalität oft unter aller sau ist – aber das soll wahrscheinlich so). Sehr cool ist, dass er die Originale immer erst anlaufen lässt, bevor er rumpitcht und der Beat anfängt. Highlight: „Just LIKE A Man“ mit Guilty Simpson. Diese halbe Stunde Mucke sollte man sich definitiv mal auf den iPod packen.
Das Mixtape gibt es zum Download auf seiner MySpace Seite (http://www.myspace.com/88keys).










