Nun ist es soweit: die Documenta 12 ist beendet und nicht nur die Veranstalter können ihre Scheinchen zählen. Die gesamte Stadt hat vom diesjährigen Kunstrummel und den damit einhergehenden Besucherrekorden in Kassel profitiert. Und das nicht nur im finanziellen Sinne: Einmal in fünf Jahren darf man sich als Kasseler Einwohner wie in einer Weltstadt fühlen... nun kehrt das tägliche Leben wieder in seine geregelten Bahnen zurück und ich bin gespannt, wie es sich anfühlt, die Stadt Kassel nach dem Ereignis Documenta zu beobachten und dort zu leben. [...] (/culture/148)
Documenta 12: Es gibt Malerei!
Wie versprochen gibt es jetzt endlich wieder unterhaltsames, erschreckendes und interessantes von der Documenta 12. Wir nähern uns dem Ende der Ausstellung und ich muss mir wohl den Vorwurf gefallen lassen, dass ich schlicht etwas spät dran bin mit meiner Kolumne. Trotzdem liefere ich euch ein paar frische Informationen von der am meisten beachteten Kunstausstellung der Welt. Heute geht es um die klassischste unter den klassischen künstlerischen Disziplinen, die den meisten Besuchern wohl noch das Gefühl gibt, sie hätten Berührungspunkte zur Kunst. Ihr habts erraten, es geht um Malerei. [...] (/culture/140)
Documenta12: Gedanken zur Halbzeit
Nach nunmehr über 50 Tagen Documenta und bisher 330 000 Besuchern können sich der künstlerische Leiter Roger Buergel und seine Kuratorin Ruth Noack erst einmal auf die Schultern klopfen. Für den Rest der Zeit wird die Ausstellung wie ein Selbstläufer sein, denn erfahrungsgemäß strömen im September noch einmal Horden von Kunstbegeisterten und Hochkultursüchtigen nach Kassel. Es folgen Gedanken zu drei Documenta-Werken - vorher aber noch ein Abriss der Documenta-Besucher... [...] (/culture/130)
Juan Munoz: “rooms of my mind”
Das Langzeitgedächtnis wird häufig mit einer archäologischen Ausgrabungsstätte verglichen. Bruchstücke und Fragmente werden vom Individuum geordnet und sinnvoll zusammengesetzt. Dabei kann es zu Fehlern kommen, die fiktive Erinnerungen in den Vordergrund rücken. Dieses Phänomen nennt man “Herkunftsfehler”. Am besten kennt man ihn wohl aus Zeugenaussagen, die häufig nicht in der Lage sind, explizit das wiederzugeben, was sie tatsächlich gesehen haben. Ein Erklärungsansatz für dieses Phänomen ist die automatische Verknüpfung neuer Informationen mit existierenden kognitiven Schemata, also mit Vorwissen. [...] (/culture/94)
Voyeuristentraining. Die Performance-Ausstellung "befiehlt" im Kasseler Stellwerk
Einzugstermin war der 1.2.2007, vier Tage lang lebten und arbeiteten die beiden Kunststudentinnen Angela Ender und Anja Köhne im Stellwerk. Vier Tage lang konnte jeder interessierte den beiden beim Leben zusehen. Aber das war nicht nur irgendwie leben. Die Tagespläne waren streng geregelt, für jede Aktivität gibt es einen Wecker, der befiehlt, was zu tun ist. Schlafen, Klo, Arbeiten, Essen, Klo, Arbeiten, usw. Nun hatte jeder Passant die Chance, mal ausserhalb des eigenen Fernsehers fremden Leuten bei ALLEM zuzusehen, was der Alltag so mit sich bringt, ohne eine Anzeige zu riskieren. [...] (/culture/86)
"Du bist heute der Erste hier" - Ausstellung “Mal!Sau” im Kasseler Stellwerk
Aufmerksamkeit ist eine Tugend, die aber häufig vergessen wird. Das habe ich schon bei der letzten Ausstellung von Eva Maria Grüneberg im Stellwerk bemerkt, die leider nur sehr sporadisch besucht wurde. Auch heute wurde ich mit den Worten “du bist heute der Erste hier” empfangen. Hach ja, sobald ein Museum weniger als 288,3 Räume hat, trauen sich die Leute nicht mehr rein... oder das darin gebotene wird unterschätzt, wie in diesem Fall vielleicht auch. [...] (/culture/74)






