„JB – Reflections (A Retrospective) – Essential Mary J. Blige Collection“. Das ist einfach zu rezensieren. Da kann nichts schief gehen. Da kann man sich mal aufs Loben konzentrieren. Da kann man noch mal sagen was Mary doch für eine tolle Künstlerin und Frau ist und all das.
Natürlich könnte man auch wieder monieren, dass ja bald Weihnachten ist und das Weihnachten ja IMMER nur Best Ofs, Greatest Hits und Essentials kommen. In dem Atemzug könnte man dann auch noch mal das ganze Kommerz-Denken der Plattenindustrie im großen Stil kritisieren. Kritisieren könnte man auch Best Ofs als solche. Weil da immer Songs fehlen, die man selber auf jeden Fall draufgepackt hätte und dass es ja immer sehr sehr schwierig sei eine so umfangreiche Diskographie auf 18 Tracks zusammen zu fassen. Aber das ist die alte Leier. Und alte Leier will keiner.
Ich freu mich über die CD. Vom großartigen „Real Love“ ihres Debüts „What’s The 411“ bis zur fast neuen 50-Cent Kollabo „MJB Da MVP“ über „ Hate It Or Love It“-Beat ist alles dabei. „911“ mit Wyclef, „Family Affair“, „I’ll Be There For You“ mit Method Man, „My Life“, „No More Drama“, “I’m Going Down”. Liest sich gut, was? Nach 7 Alben sammelt sich auch was an. Gute Auswahl definitiv. Auch wenn sie sich ein bisschen sehr auf die letzten paar Jahre konzentriert.
Dazu gibt es vier gänzlich neue Tracks. Das macht man ja auch so um, freundlich wie man ist, treuen Fans noch mal einen Kaufanreiz zu bieten. Da wäre zum einen die aktuelle Single „We Ride (I See The Future)“. Guter Song, aber im direkten Vergleich mit den ganzen Hits kackt er ziemlich ab. Auch das Duett „King & Queen“ mit John Legend ist ein schönes Ding. Auf einer späteren Greatest Hits wird man ihn aber eher auch nicht finden. Der Track „Reflections (I Remember)“ macht als Intro aber Sinn. Der Titel erklärt sich ja selbst.
Nach der Fülle an Alben und Hits macht dieses Best Of, trotz Weihnachten, irgendwie Sinn. Es gibt sicher ein paar junge Menschen da draußen die mit dem Liedgut der Queen of HipHop-Soul noch nicht vertraut sind und denen sich nun eine gute Gelegenheit bietet einzusteigen. Auch für schon bestehende Fans kann die Zusammenstellung interessant sein. Manchmal ist man ja so in euphorischer Greatest Hits-Laune. Abzug gibt es für die vier neuen Tracks, die leider nicht mithalten können.










