ja… Neues Jahr, neues Glück. Aber scheiße... Die Altlasten aus dem letzten Jahr. Naja, schnapp ich mir mal die Platte, mit dem schönsten Artwork. Und shibby! Das ist auch die Platte mit der tightesten Mukke!
Ich feuer die CD erstmal in den Computer rein um mir das Live-Video des Songs „Our daily routine“ zu geben. Yes – diese Band ist mein Jugendtraum! Schöner Emo-Hardcore. Zwei Gitarren, die nach vorne gehen, Bass, Schlagzeug – aber am wichtigsten: 2 (In Worten: ZWEI) Sänger. Das ist nämlich einfach das Beste, was man bei in-your-face-gitarrenmukke machen kann. Ein zweiter Sänger ist einfach ein dreistelliger Exponent für die Faktoren Bühnenpräsenz und Abgehen. Und tatsächlich: Genau so ist es. Auf der Bühne wird rumgesprungen, schwarze Haare, schwarze T-Shirt, schwarze Gitarren fliegen ekstatisch durcheinander. Stagediving und betrunken mit Instrument hinfallen inklusive. Der Song ist ansonsten ein absolutes Brett. Shouts und melodiöser Gesang spielen sich die Bälle perfekt zu. Dazu wunderbare Drum-Fill-Ins, knapp-knackige Gitarrensoli und ordentliche Breaks, die solch schnellen Songs immer noch mal einen speziellen Groove geben.
Der Opener der CD heißt „Demonstration off the shelf“ und ist übrigens noch mal eine Ecke böser. Das gefällt. Gitarrenmusik, bei der ich mir vorstelle, wie kleine Mädchen mit den Armen schlackernd dazu tanzen, graust mich immer arg. Hier werden die Shouts allerdings schön exponiert und teilweise deutlich in den Vordergrund geschoben. Die Instrumentierung gefällt mir übrigens auch sehr gut. Das Zusammenspiel passt klasse. Von Soundbrei keine Spur. Alles ist gut hörbar. Die Lead-Gitarre lässt der Sologitarre ihren Platz und die Drums sind auch gut differenziert hörbar.
Einen kleinen Schnitzer erlauben sich die Österreicher in meinen Augen dann doch noch. Der Song „Wake up“ fällt schon ein wenig unangenehm dadurch auf, dass er recht eingängig, man mag fast sagen: poppig, daherkommt. Ich muss an die Mädchen denken, die mit den Armen schlackern, die mit den vor stumpfer Seeligkeit glänzenden Augen. Und ab Minute 2:40 passiert es dann auch. Distortion-Effekt weg, cleane Gitarre… Dann olles Geseiere und einfach nicht ausreichend Charme in diesem soften Part, der den Schnitzer doch noch rechtfertigen könnte. Das wäre einfach n Song für zweieinhalb Minuten gewesen… Dann sind es allerdings doch über vier Minuten geworden – und das hätte eben nicht sein müssen.
Die letzten drei Tracks gehen aber wieder gut klar. Pam-Pam-Pam geht es vorwärts und Defcon erinnern netterweise an Großartigkeiten wie Bands wie „Death By Stereo“ oder Ähnliche. Hier endlich mal eine EP auf der nicht nur ein Track rockt, sondern die fast durchgehend Feuer hat. Das ist schön. Und diese sechs geilen Österreicher sollen bald in meiner City spielen.










