s gibt einfach Bands, bei denen muss man sich nicht die Finger wund schreiben. Die sind nicht sonderlich innovativ, schaffen also nichts weltbewegend Neues, aber machen einfach ihr Ding. Und zwar gut und solide. „Duster 69“ ist so eine Band.
Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang – manchmal braucht man nicht mehr um Spaß zu haben. Harter, straighter Rock’n’Roll ohne Kompromisse, ohne blöde Sologitarre, ohne schlappe Balladen. Duster 69 machen einfach das, was bei rauskommt, wenn man Lederjacken, einige Flaschen Bourbon und Testosteron zusammenbringt. Und wenn man eben Eier in der Hose hat, kann man nicht anders, als diese Musik zu feiern.
„Upcoming“ ist als zweiter Opener schon eine Hymne für alle Cowboys unter uns. Text, Gesang und Instrumentierung sind alle gleichermaßen rau und dreckig. Der Sound ist herrlich rumpelig, manchmal etwas breiig, aber wen stört das bei Marlboro Reds und Whiskey bedingtem Vollrausch? Luckis Gesang ist absolut authentisch und tough. Insgesamt einfach ein fettes, leicht psychedelischen Rock’n’Roll-Brett. Kann man nicht meckern – muss man feiern.
„My Brother“ ist im Grunde der Höhepunkt auf dem Album, weil er einfach den besten Gitarren-Riff hat. Keine großen Sperenzchen, einfach straight noch vorn geschrammelt. Und wenn Lucki dann mit den Zeilen „Hey Baby – you want some!? Baby you get some!“ losschreit als würde er auf einen Wichser losgehen, der ihn seine ganze Kindheit lang verprügelt hat, wird man einfach nur von diesem unerbittlichen Orkan mitgerissen. Das ist einfach die große Kunst: Solche nüchtern betrachtet trivialen Zeilen so zu performen, dass nicht der winzigste Zweifel an der Glaubwürdigkeit aufkommt. Und das schaffen Duster 69 einfach. Nicht viel mehr, aber eben auch nicht weniger.
Es gibt natürlich auch noch ein paar wenige, nicht ganz so strahlende Momente. Manchmal fehlt Luckis Stimme ein klein wenig der Druck, wie etwa in „Conversation with a bullet“, oder ein Gitarrenriff ist nicht ganz so groovend, aber was soll’s! Im Grunde gehen alle Songs fein noch vorne und sind auch gut produziert (manchmal wären vielleicht noch ein paar mehr Tiefen schön gewesen) und es ist und bleibt einfach ein sich überhaupt nicht anbiederndes Stück Rock’n’Roll straight from Hell. Also Album kaufen und Band im Auge behalten!










