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"S.J." von Jonesmann
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"S.J." von Jonesmann

onesmann hat es verdammt richtig gemacht. Zwei Mixtapes um den Hype anzufachen. Dazwischen eine EP mit Pal One auf die sich auch die realsten Heads einigen konnten. Features mit teilweise schon genialen 16ern („Hate mit mir“ von Olli Banjos „Sparring“) und zu guter letzt einer R&B-Nummer, die vom Mixtape- zum Clubhit wurde. Mit all dem und einem DER Rapteams des Landes im Rücken kommt nun „S.J.“.

Tja, der erwartete Big Bang fiel beim ersten Hören leider aus. Keine Ausfälle, aber halt auch keine Hymnen, keine Hits, kein neues Rad.
Von den vielleicht einfach zu hohen Erwartungen mal frei gemacht, ist „S.J.“ aber ein durchaus gutes Album
Allen voran, das großartige „Kein Platz“ mit einem sehr subtilen Beatmonster von Monroe, mit einem Bass der erst zur Geltung kommt, wenn man den Scheiß laut dreht. Eine besondere Stärke Jonesmanns kommt hier richtig zur Geltung: so unaggressiv und trotzdem vernichtend wurde selten gebattlet.
Dass er aber auch richtig böse kann, beweist er zusammen mit Azad, dessen Stimme mir mittlerweile Alpträume bereitet, auf „Wir klärn des hier“ über einen passend militärisch angehauchten Beat von DJ Rocky.
Azad ist übrigens auch das einzige Feature. Was vor allem aufgrund der Anzahl von Jonesmann gegebenen Features beachtlich ist.
Ein neuer Teil der so berührenden „Bruderliebe“-Reihe gehört auch auf „S.J.“ zu den Höhepunkten. Das Gespräch mit seinem Bruder gewährt wie kein anderer Track Einblick in die Person Samson Jones.
Ein großer Spaß für Filmfreunde ist „Der Soldat James Rhyme“ wo Jonesmann zusammen mit Azad zahlreiche Filmtitel in den Text einstreut. Sehr cool gemacht!
Zum Durchdrehen gibt es zum Abschluss noch „Der schwingende Schwanz“ über einen gut bouncenden Beat von Sti und einigen Punches die es in sich haben.
Apropos Beats: Ein Beat von Roey Marquis II. fehlt mir hier wirklich, ein bisschen wärmerer Soul hätte dem Album definitiv gut getan, auch wenn die eher synthetischen Teile von phreQuincy, Sti und P. gerade laut und im Auto gut funktionieren.

Mehr erwartet und trotzdem nicht enttäuscht. Klingt komisch? Ist aber so!

M. Schmutzer
titel
01 S.J. | 02 Bis der Letzte fällt | 03 Nachts | 04 Kein Platz | 05 Nenn mich Jones | 06 Der Bär | 07 Homies | 08 Skit | 09 Wir klärn des hier | 10 Mehr für mich | 11 Der neue Shit | 12 Bruderliebe Pt. 3 | 13 Verlorene Kraft | 14 Brücken | 15 Long Iceland Ice Tea | 16 Der Soldat James Rhyme
Release: 27.01.06 bei Subword
|http://www.subword.de/|
Künstler-Homepage: http://www.jonesmann.de
cover
Bewertung:
3/5