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"Risen" von Hey Gravity!
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"Risen" von Hey Gravity!

ine gewisse Justine Berry, die sich bisher mit einer UK Garage-Band namens M.A.S.S. hervor getan haben soll, ist der Kopf hinter Hey! Gravity. Der Leser merkt sicher, dass ich mit den beiden Namen nicht vertraut bin. Mit “Risen”, das in Frankreich bereits im Februar erschien und jetzt auch bei uns raus kommt, trägt das Projekt erste Früchte. Ich muss gestehen, dass ich nach dem Hören die Rock-Bildungslücke nicht wirklich zu schließen gewillt bin. Obwohl die Band mit ihrer rohen Punkattitüde schon so einiges aufs Parkett stellt...

Man kann es ruhig so sagen: Formal knallt “Risen” schon gewaltig. Produzent Jeff Saltzman (u.a. The Killers, Hot Fuss) hat ganze Arbeit geleistet. Aber auch die - vornehmlich aus weiblichen Mitgliedern bestehende Band - erfüllt ihren Part. Auf dieser Ebene kann man sich durchaus mit Bands des Kalibers z.B. der Kaizer Chiefs messen. Aber es ist halt der ewige heiße Scheiß aus England, der schon lange nicht mehr durch dichten Dampf zu begeistern weiß, sondern allerhöchstens noch eine kleine Säule Rauchs zustande bringt. Ich glaube nicht, dass man da noch viele Worte verlieren muss: Maximo Park, die Arctic Monkeys und Franz Ferdinand spielen da in einer anderen, kreativeren Liga. Das hier klingt irgendwie nach Plastik.

So wird auch auf “Risen” munter geshuffelt - - (das ist der einzige Begriff für eine trendige Spielweise, den ich kenne, oder der mir zumindest gerade einfallen will - daher komplettiere der geneigte Leser die Liste doch bei Bedarf einfach selbst - ). Auch inhaltlich geht das nicht besonders über die Texte humanistische Gymnasien besuchender Punks hinaus, man betrachte z.B. Songs wie “Part Time Punk” oder “Nobody’s Fool”. Viel rettet da auch das Duett mit Eamon von den Brakes nicht mehr. Nichts desto trotz: Auf diesem Niveau fährt die Band ein ansehnliches Waffenarsenal auf und lässt es auch munter Feuer spucken. Da kann man nichts sagen, und wenn man keine höheren Ansprüche hat, sollte man sich an “Risen” gerne mal gütlich tun.

K. Haller
titel
01 Risen (She Said) | 02 Slipping Thru The Cracks | 03 Part Time Punk | 04 Inside Out | 05 Making Headway | 06 Bird In A Cage | 07 Nobody's Fool | 08 Animal | 09 Lonely | 10 Scumbag | 11 Everything feat. Eamon (Brakes) | 12 I Believe | 13 Wake Up
Release: 07.09.07 bei Dad Records
|http://www.dadrecords.com/|
Künstler-Homepage: http://www.heygravity.com
cover
Bewertung:
2/5