ls Student braucht man immer so ein paar Alben im Kopf, die am besten keiner kennt, die am bestem aus irgendeinem verrückten Land sind und die am besten so allgemein tauglich ist, dass man bei der nächsten WG-Party mit der Empfehlung der Platte auch eine hübsche (z.B.) Biologin beeindrucken kann, die sonst nur Click Click Decker und Tomte hört.
So eine Platte ist „Once In A While“ von Eddy meets Yannah. Die beiden kommen aus Kroatien und machen angenehme Downbeat-Elektro-Mucke. Intelligent, aber durch die harmonische Komposition für jeden zugänglich. Eddy (Ramich), ist kein Unbekannter in der europäischen DJ und Produzenten-Szene. Mit seinem Partner Dus sorgte er als Eddy & Dus für gute Musik und gefragte Remixes. Seit neun Jahren hostet er mit „Kontrapunkt“ eine der erfolgreichsten Partynächte Zagrebs mit Gast-DJs wie Jazzanova, Rainer Trüby, Carl Craig und Gilles Peterson. Seine „One Man Radio Show“ ist eine der wenigen qualitativ hochwertigen Sendungen die es tagsüber im europäischen Major Radio gibt. Kurz: Der Mann ist mittendrin.
Yannah ist da schon eher Quereinsteigerin. Als Musik-Studentin und Jazz-Sängerin fand sie über die Zusammenarbeit mit genannten Eddy & Dus zu der Broken Beat/Nu Soul Schiene. Dabei reichte es ihr aber bei weitem nicht, nur das Goldkehlchen zu spielen und den Projekten ihre herrliche Stimme zu leihen. Mittlerweile ist Yannah Producer, Arranger, Songwriter und Sängerin in einem und somit auch in den musikalischen Teil von „Once In A While“ eingebunden.
So viel zu den Fakten.
Die Musik ist wunderbar. Angenehm warme elektronische Beats treffen auf den NeoSoul-inspirierten Gesang von Yannah. Titeltrack „Once In A While“ ist so ein Ding, das man als perfekten Opener bezeichnen möchte. Man macht es sich auf dem Sofa bequem, legt die Scheibe ein, das Lied geht los und man weiß, dass man die kommende Stunde eine gute Zeit hat. Wenn dann auf Track 2 noch der saucoole Earl Zinger zum Feature gebeten wird ist alles gut. Interessant ist die Tatsache, dass die Lieder trotz ihrer anspruchsvollen Produktion alle auch sehr gut fürs Radio geeignet wären. Das ist hier mal als Kompliment zu verstehen, da die Musik einfach sowohl gut wie auch eingängig ist. Ein Umstand der sicher auch mit Eddys Radio-Arbeit zu tun hat. Dass die Musik auf irgendwelchen deutschen Mainstream-Radiostationen in die Rotation geht bleibt aber wohl leider Wunschdenken.
Alles in allem ist „Once In A While“ also ein sehr rundes und schön zu hörendes Album, das gerne als Tipp für kommende Musikgespräche herhalten kann. Die Mund-Propaganda würde hier mal dem richtigen Album zugute kommen.










