ommerhits sind ja immer so eine Sache. Meistens sind die völlig schlecht und peinlich, gehen aber gut ins Ohr. „Beautiful Girls“ reiht sich da perfekt ein. „Stand By Me“ zu samplen ist schon cheesy. Darauf eine Reggae/HipHop-Mische mit einem 17-jährigen zu machen geht nicht klar.
Natürlich erwischt man sich aber dann doch wieder in einem Moment geistiger Umnachtung dabei, irgendwie komisch rum zu wippen wenn irgendwo das Lied anläuft. Da hat der Sean Kingston mit Trend-Produzent J.R. Rotem ein astrein sinnfreies Pop-Stück hingeschustert, welches ja nun auch zum erhofften ersten Hit von Rotems neuen Label Beluga Heights geworden ist. Dass die beiden zusammen mehr können als poppige Rap/Reggae-Verschnitte zu basteln beweisen sie erstmal nicht. „Dry Your Eyes“ hat zwar den harten Hintergrund, dass Sean als 15-jähriger zuschauen musste wie seine Mutter und Schwester in den Knast gesteckt wurden, ist aber ein unerträglich schnulziges Heullied. Auf „Got No Shorty“ versucht sich der junge Mann an einer Club-Mädchen-Geschichte. Aufgrund seines Alters und seines sonstigen Auftretens kann man ihm das leider nicht so richtig abnehmen. Genauso wie die Gangsta-Attitüde auf „Kingston“. Die zweite Single „Me Love“ klingt dermaßen nach Ballermann-Reggae, dass man annehmen möchte der Kerl hätte seine ersten Berührungspunkte mit Reggae auf einer Karibik-Party in Oberhausen gemacht und nicht in Kingston/Jamaika. Und ganz ehrlich, das Phil Collins „In The Air Tonight“-Sample war damals bei Lil Kim schon nicht cool. Mit „I Can Feel It“ wird es hier aber richtig schlimm. Da hat sich J.R. Rotem keinen Gefallen mit getan. Klar geht einzig der „Colors 2007 Remix“ mit Vybz Kartel und Kardinal Offishall. Nicht zuletzt wegen der Gäste.
Die Lighthouse Family trifft auf Laid Back und vereint sich mit Bow Wow nach einem Auslandssemester in Kingston. So klingt das hier über weite Strecken. Nicht schön, aber es wird wohl seine Abnehmer finden.










