anchmal geraten CDs auf den Schreibtisch des Musikredakteurs, die sich schon durchs Äußere unbeliebt machen. Im Falle von Dog Eared Pages ist es weniger das Artwork als die Tracklist, die durch Titel wie “Out of my head”, “Myspace Girl”, “Calling out your name”, “Won’t give up”, etc. schon so einiges vorwegnimmt. Wie bei einem schlechten Klappentext muss man sich das “Kunstwerk” eigentlich gar nicht mehr zu Gemüte führen, um den Inhalt zu begreifen. Durchlaufen manche Menschen ihre Pubertät im Kreis? Well, you can’t judge a book by it’s penis.
Die vier Kieler Eselsohren haben 2005 den landesweiten Local Heroes Bandcontest gewonnen und im Folgejahr ihr Debütalbum “Jolly Punker” veröffentlicht. Jetzt liegt hier also “Believe” auf meinem Schreibtisch und bietet eine geballte Ladung Power-Pop, gewürzt mit den nötigen Salven Rock, Punk und Metal.
Achtung: Alle Leser unter 16 Jahren sollten jetzt auf eine andere Website surfen und hier nicht weiterlesen!
Man soll den Kiddies ja nicht ihre Helden nehmen. Aus der Perspektive dieser Zielgruppe machen D. E. P. auch alles richtig, erwachsene Menschen wird “Believe” aber wohl kaum begeistern können. Ich jedenfalls müsste schon sehr betrunken sein oder mit anderen Drogen vollgestopft werden, um bei einem D.E.P.-Konzert Freude zu empfinden. Dafür sind die Songs passagenweise einfach zu sinnlos geknüppelt, zu effekthascherisch produziert, der Gesang nicht nur zu unsauber, sondern auch zu langweilig und die Themen viel zu flach. So flach, dass man drauf ausrutscht, sich die Nase bricht und somit wenigstens die mononatriumglutamatverseuchten Musik nicht mehr allzu sehr belästigt. Wenigstens sind die Melodien nicht so eingängig, dass man nachhaltig Schäden davon tragen müsste.
Die sollen ruhig weiter jedes Jugendzentrum Deutschlands beschallen, mit Teenies Partys feiern und auch den einen oder anderen Junggeblieben zum Abhotten verführen. Kids: Feiert diese Band, aber schaut bitte nach wie vor auf magagin.de vorbei, um auch mal richtige Musik kennen zu lernen.










