er Sommer rückt näher (auch wenn sich Petrus dieses Jahr mit dem Frühling schon verdammt viel Zeit gelassen hat). Dieser Umstand sollte dazu verleiten Coldplay fürs erste in die unteren Regionen des CD-Ständers zu verfrachten um oben Platz zu machen für Platten wie „Mi Libro Abierto“ von Laura Lopez Castro.
Die junge Dame, die die Ehre hat, das erste Release auf Max Herres Nesola Label zu sein, ist Anfang Zwanzig, Stuttgarterin, hat spanische Eltern, singt auf spanisch und macht seit 2002 zusammen mit Don Phillipe vom Freundeskreis Musik. Das zu den Fakten.
Das alles führt dazu, dass wir es hier mit einem wirklich gelungenen Produkt zu tun haben, vom Artwork bis zur Musik.
Ehrlich, so „warme“, gefühlvolle, gute Musik gibt es selten bis ganz selten in Deutschland.
Erwartet nichts Spektakuläres. Das ist es nicht. Und genau darin liegt eigentlich auch die Stärke dieser Bossa Nova/Jazz/Fado-Musik. An manchen Tagen wird einem das definitiv zu langweilig sein, aber manchmal liegt ja wirklich in der Ruhe die Kraft.
Die Lässigkeit und den Spaß mit dem Don Phillipe und Laura Lopez Castro zu Werke gegangen sind hört man jedem Track an. Das unaufgeregte Arrangement von Phillipes Gitarre, dem Bass, den Streichern und vereinzelten Trompeten passt perfekt zu Castros starker Stimme.
Gelungenes Debüt. Sowohl für Laura Lopez Castro als auch für Max Herre, der die Qualität seines Labels hoffentlich – mindestens - halten kann. (Aber da mach ich mir bei dem Kerl eigentlich keine Sorgen.










