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"La La La" von Nom De Guerre
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"La La La" von Nom De Guerre

in Power-Pop-Trio aus Schweden präsentiert hier sein Debut. „La La La“ kommt flott daher, netter mehrstimmiger Gesang und hübsche Melodien – vorgetragen von drei äußerst ansehnlichen, jungen Herren in selbst designten Klamotten. Der Bandname „Nom de Guerre“ hält, was er verspricht: aristokratisch-französische Eleganz. Es kommt mir gar so vor als würde mir Napoleon gleich drei Mal vom Promobild spöttisch entgegenblicken.

Nom de Guerre beweisen zuallererst einmal Humor. Eine Eigenschaft, die so manche skandinavische Band vorweisen kann. Als Folge von Herumalberei, sich selber nicht so bierernst nehmen, Experimentierfreude und vor allem als Folge des sich selbst Abgrenzens von den doch äußerst trendbewussten Gleichaltrigen, entsteht diese Leichtigkeit, die junge skandinavische Bands oft gemeinsam haben. Und dann stolpern sie so weiter durchs Leben und über viele Bühnen und werden plötzlich ganz erfolgreich: Man denke an die Hives, an Mando Diao, die Shout Out Louds oder auch Kaizers Orchestra, eben Bands, die man sehr gern im Sommer auf Festivals sieht. Und vielleicht sind ja auch Nom de Guerre in der kommenden Saison hierzulande auf so mancher Bühne zu sehen? Das Zeug dazu haben Hector de Guerre, Louis de Guerre und George de Guerre – wie sich die Schweden bezeichnen – sicherlich schon, wenn auch wohl noch ein bisschen was fehlt, um mit Mando Diao oder Kaizers Orchestra verglichen werden zu können.

„La La La“ ist nett und gut hörbar, das Intro ist peppig, simpel und macht gute Laune. Der Schlachtruf am Ende leitet auch gleich über zu dem etwas lauteren „So long sister“, das live sicher ganz gut rüberkommt. Insgesamt ist es dann aber doch schwer, die Platte nicht einfach so runterzuhören. Die Songs klingen alle recht ähnlich. Nom de Guerre bezeichnen sich selbst auf ihrer Myspace-Seite als „piano-pounding, bass fuzzing, drum-whacking power-pop trio“. Tatsächlich bringt das ihren Stil auf den Punkt, denn das ist genau das, was die Band ausmacht – und sonst nichts. Es ist schlicht zuviel des Guten. Klavier und Bass dominieren in fast allen Songs, was es sehr erschwert die Lieder auseinanderzuhalten. Dazu kommt der Hang zum Background-Gesang, der zwar nett ist, aber häufig doch sehr nach Boygroup klingt. Am kreativsten ist da noch das melancholische „Everland“, das letzte Stück der Platte, das mit einem Moll-Akkord und den Worten „I didn’t love you anyway“ einen schönen Abschluss darstellt und dem Hörer noch ein Augenzwinkern mit auf den Weg gibt.
Auch wenn das hier sicher kein Meilenstein der Musikgeschichte ist, so ist „Nom de Guerre“ auf jeden Fall eine sympathische Band mit Potenzial. Und auch live bieten die drei sicherlich eine gute Show, zu der man ganz bestimmt famos das Tanzbein schwingen kann.

L. Krutzinna
titel
01 Intro | 02 So Long Sister | 03 Two Years | 04 Slack vs. Lame | 05 Kimberly | 06 Fun Girl | 07 Happy Ending | 08 UFO | 09 TV In The Pool | 10 Garden Angel | 11 Everland
Release: 23.11.07 bei Dead Frog Records
|http://www.deadfrogrecords.com|
Künstler-Homepage: http://www.nomdeguerre.se/
cover
Bewertung:
3/5