ine Compilation Berliner Club-Musik mit Reiseführer im Taschenformat ist eine schöne Sache. Psychologiestudentin Anne, die in den Semesterferien mal 2-3 Tage einen coolen Städtetrip ins angesagte Berlin machen will, kauft sie sich sofort.
Nun weiß sie direkt wo die angesagten Clubs liegen, was sie anziehen muss um reinzukommen, wo es die besten Falafel gibt und wo sie besoffen Karaoke singen kann. Außerdem kann sie sich anhören bei welchen Tracks sie im Club die Arme hochreißen muss, um zu zeigen, dass sie weiß was abgeht in der Berliner Elektroszene.
Das regt Torben voll auf. Torben ist nämlich regelmäßig in Berlin. Nicht nur das „seine“ Bar im Clubbers Guide steht und auch „seine“ Clubs, auf die er so stolz war, weil die in Münster keiner kannte. Jetzt findet die doofe Anne auch noch den Track von Phonique „voll toll“, von dem er sich letztes Jahr eine von den streng limitierten 12“s ergattert hatte.
Zum Glück sind aber nicht alle Menschen wie Anne und Torben. „Clubbers Guide Berlin“ bietet aber auch für diese Menschen etwas. Gute Musik zum Beispiel. Von den Get Physical-Gründern Booka Shade bis zum US-Amerikanischen Wahlberliner Troy Pierce sind hier feine Electro-Perlen ausgewählt worden, die den Sound Berlins würdig vertreten. Gemixt hat die CD Daniel Rajkovic (Delete Music).
Da das Ministry of Sound Logo auf der Hülle prangt, kann man sich sicher sein, dass das Ding auch optisch was her macht. In dem schönen Pappschuber findet sich neben der CD, wie schon erwähnt, auch ein kleiner Reiseführer, der in Zusammenarbeit mit dem Stadtmagazin Zitty entstanden ist. Nichts für Leute die Städte gerne auf eigene Faust erkunden und sich über ihre Entdeckungen freuen. Hilfreiche Tipps rund um die Berliner Club- und Gastro-Szene finden Suchende hier aber reichlich
Insgesamt also ein gelungenes Set. Keine Schlüssel-Compilation die Jahre überdauern wird, aber für den Moment ein gutes Ding. Und wer Freunde wie Anne hat, hat nun auch ein Geschenk für den anstehenden Geburtstag.










