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"Why don't we" von Sandhy SonDoro
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"Why don't we" von Sandhy SonDoro

eutschland wählt wieder: Während die Beteiligungen an Wahlen seit Jahren zurückgehen, erfreuen sich etwas andere Abstimmungen per Telefon seit neuestem unglaublicher Beliebtheit: Die Rede ist von Casting-Shows. Mittlerweile bieten fast alle großen Sender ihr eigenes Format an, bei dem die Zuschauer über Wohl und Wehe verschiedener Kandidaten entscheiden können, die je nach Sendung Popstar, Superstar, Musicalstar oder der neue Tarzan werden wollen.


Die Königinmutter ist dabei mit RTLs „Deutschland sucht den Superstar“ ein Format, das seit Jahren am eigenen Anspruch scheitert und lediglich Instant-Popmusiker hervorbringt, deren Erfolg konstant noch kürzer anhält als Dieter Bohlens Beziehungen. Einen anderen Weg geht jedoch Stefan Raab auf ProSieben, der in seiner Show „SSDSDSSWEMUGABRTLAD “ wesentlich mehr auf musikalische Vielfalt und einen originären Charakter der Kandidaten achtet.

Ein Teilnehmer dieser Show war Sandhy SonDoro, der 2007 unter die ersten Fünf kam. An seinem neuen Album „Why don't we“ wird deutlich warum: Der Mann hat Talent. Seine sanft-heisere Stimme hat Präsenz und Charakter, seine Songs sind voller Energie und Groove – und natürlich alle selbst geschrieben. Vom Sound und auch vom Auftreten her erinnert der junge Indonesier, der einst zum Studieren nach Berlin kam, an einen Ben Harper – und leider auch an dessen Naivität, was politische Botschaften angeht. Am stärksten ist Sandoro, wenn er wie in „An Unordinary Lovely Friend“ Storys über das Leben erzählt. Hier liegt auch seine Stärke, sich von über der Konkurrenz aus der Casting-Retorte abzusetzen, denn ihm als langjährigen Straßenmusiker nimmt man einfach ab, was er erzählt. Friedensbotschaften wie in „In the Name of Peace“ dagegen kommen doch etwas einfältig daher.
Der Sound von „Why don't we“ ist ingesamt sehr soulig und gefühlvoll, die Band groovt und begleitet ihn perfekt abgestimmt. Die Besetzung (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard) und die Songstrukturen sind dabei eher soulrock-klassisch und traditionell; große Soundexperimente wagt Sandoro nicht – muss er ja auch nicht. Dass man damit heute Erfolg haben kann, machen Amy Winehouse, Duffy und Raab-Siegerin Stefanie Heinzmann vor.

Allein, für die absolute Spitze reichte es für Sondoro bei Raab nicht und wird es wohl auch in den Charts nicht reichen. Dafür ist das Album dann doch zu unkommerziell und gewöhnungsbedürftig. Aber auch wenn es nicht den Mainstream trifft, sollte es doch eine Nische für „Why don't we“ geben. Und das ist auch gut so, denn wenn der nächste „Popstar“ oder „Superstar“ am Himmel verglüht ist, wird da immer noch ein Sandhy SanDoro mit seiner Gitarre sein und seine Message verbreiten.

F. Haller
titel
01 Why Don´t We | 02 Superstar - How Could We Not Love | 03 End Of The Rainbow | 04 You and I | 05 In The Name Of Peace | 06 Down On The Streets | 07 I Don´t Know Where | 08 An Unordinary Lovely Friend | 09 People (Shall We Live For Money) | 10 Last Dance With You | 11 That´s The Way | 12 Don´t Let It Bring You Down
Release: 25.04.08 bei Revolver
|http://www.revolverpromotion.de/|
Künstler-Homepage: http://www.myspace.com/sandhysondoro
cover
Bewertung:
4/5