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"Been Through" von Fenin
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"Been Through" von Fenin

ein neues Pferd im Stall Shitkatapult. Fenin gehört eher zu den alten Hasen, die das Berliner Everything goes -Label unter seine Fittiche genommen hat. Nun präsentiert der eigentliche Hamburger seinen zweiten Longplayer, der erstaunlich vielschichtig in schillernden Farben mit vielen Facetten vom Plattenteller rüberlächelt.

Schillernde Farben sieht nicht nur, wer vorher komische Sachen eingeschmissen hat. Künstler wie Lars Fenin tragen dazu bei, die Techno-Szene etwas von seinem Detroit-Drogen-Image zu befreien. Während Fenins Debüt „grounded“ noch wesentlich einfacher gestrickt, wesentlich Dub/Techno-lastiger ausgefallen ist, zeigt sich auf „been through“, dass die Techno-Szene noch eine ganze Menge anderer Trümpfe aus dem Ärmel zaubern kann. Denn wie Trümpfe versteht Fenin seine zielsicheren Genreexkurse einzusetzen. Da sind Nummern wie „complain“, die eindeutig Fenins Wurzeln im Reggae zu Tage bringen. Da sind aber auch eine handvoll feinste Ambient-Tracks, wie „so weit so gut“, das schon fast poppig ist. Oder das Intro „dub eraldo“, benannt nach dem selbst mitwirkenden Avantgarde-Jazz-Gitarristen Eraldo Bernocchi.
Gastmusiker – auch ein wichtiges Stichwort für diese Platte. Fenin macht sein Album nicht nur durch Genregrenzgänge interessant. Auch sein Songwriting ist wesentlich ausgefeilter, nicht zuletzt Dank Gorbi, dessen Stimme auf vier der elf Tracks zu hören ist. Der gebürtige Ghanaer, der sich auch derweil im Elektro-Mekka Berlin rumtreibt, verpasst dem Album so einen leisen Hauch von Grenzenlosigkeit, sodass diese Songs heimlich Richtung Dancefloor schleichen. und hoffentlich auch in den Ohren derer hängen bleiben, die sonst nicht in der Technoszene zu Hause sind.

Eine feine und intelligente Platte, die man hoffentlich nicht nur in Berlin mit stolzer Brust aus dem Plattenladen nach Hause trägt, die vor allem hoffentlich nicht nur dich vom Plattenteller anlächeln darf, sondern auch deine Freunde –am besten auch deine Feinde, denn sie zeigt einmal mehr wie aus schwarz und weiß bunt werden kann.

L. Krutzinna
titel
01 dub eraldo - intro | 02 a try (feat. gorbi) | 03 breakin | 04 colourfields (feat. gorbi) | 05 miles and more | 06 so weit so gut | 07 complain (feat. scorcha) | 08 elephants | 09 red red wine (feat. gorbi) | 10 I guess (feat. gorbi) | 11 years ago
Release: 16.05.08 bei Shitkatapult
|http://www.shitkatapult.com|
Künstler-Homepage: http://www.fenin.net
cover
Bewertung:
5/5