as für Musik macht ein Mann, der in Mosambik geboren und aufgewachsen ist und dann in die Welt hinauszieht, um Jahre später zurück zu kommen, weil er wieder mit seinen Geschwistern musizieren will?
Die Antwort findet man auf „New Dawn – Ku Khata“. Zwar wurde dieses Album in Holland aufgenommen, aber seine Geschwister hat Neco Novellas mitgenommen. Die Bandbreite der Truppe geht vom Pop über Funk, Gospel und Reggae hin zu afrikanischen Rhytmen. Vom ersten Kontakt mit Musik, den der kleine Neco bei seiner Oma hatte, spirituelle Gesänge bei Heilungszeremonien, bis zum Musik-Studium in Portugal und Rotterdam, gehen alle Einflüsse in „New Dawn – Ku Khata“ ein. Eine Antwort auf die Globalisierung sei sein Album, sagt Novellas, im musikalischen Sinn. Dabei entstehen Songs wie „Vermelha“ bei dem Novellas mit der brasilianischen Sängerin Lilian Vieira ein mosambikisches Samba-Duett in der gemeinsamen Muttersprache singt (Mosambik war bis 1975 portugiesische Kolonie). Ein bisschen schade ist halt, dass man da nichts versteht, aber Musik funktioniert ja zum Glück auch so. Außerdem gibt es auch einige englische Tracks auf dem Album. Am spannendsten wird es allerdings immer, wenn afrikanische Elemente wie bei „O Sol“ auf nördliche Popmuster treffen. Über weite Teile hätte Neco Novellas aber ruhig ein wenig mutiger zu Werke gehen können. Die Lieder fließen einem leicht ins Ohr, für entspannte Sommerabende genau das richtige, sind aber sonst eher ein bisschen langweilig auf Dauer. Ein bisschen mehr Druck und Härte in der Produktion hätte dem Album auf jeden Fall gut getan.
„New Dawn – Ku Khata“ ist Weltmusik im wörtlichen Sinne. Hier fließt irgendwie alles zusammen und passt auch noch ganz gut! Ein richtiger Knaller ist aber leider nicht draus geworden, dafür ist die Fusion einfach ein bisschen zu brav.










