ach 10 Jahren sind die britischen Hardrock-Urgesteine Uriah Heep zurück! „Wake The Sleeper“ heißt das Ding, dessen Release nun auch ganz schick mit einem Wechsel zu Universal zusammenfällt.
Klappt der werte Fan die Hülle auf, purzelt ihm als erstes Merchandise-Werbung entgegen. Sowas landet doch eher selten in der Magagin-Redaktion. Witzig auch, dass neben dem obligatorischen Fan-Item ‚T-Shirt’ auch Wecker zum Kauf angeboten werden. Eine Band, die in fast 40 Jahren 21 Studioalben veröffentlicht, muss sich eben was einfallen lassen. Immerhin ist die einstige Lady in Black – Zielgruppe in fester gesellschaftskonformer Hand. Da ist ein Wecker sicher nicht verkehrt, der - an frühe Hippie-Freiheiten erinnernd - den Workaholics auf die Finger klopft. Morgens um 6.
Aber nicht nur die Fans sind älter geworden. Auch das lange Haar der Bandmitglieder wird schütter, obgleich Bernie Shaws Stimme noch recht jugendlich anmutet. Der original Schlagzeuger musste vor eineinhalb Jahren bereits ausgemustert werden – seitdem übernimmt Russel Gilbrook das Trommeln.
Die 11 Tracks auf „Wake The Sleeper“ sind nun im Großen und Ganzen ganz nett, musikalisch eben quietschig-gitarrenlastig, vom Songwriting sogar interessant und vielseitig, bis auf kleine kitschige Momente vielleicht: „the four winds blow and bring a new vision / where children laugh without fear / the land will speak, the people will listen“ (What Kind Og God).
Neue Fans wird die Band mit diesem Album wohl nicht für sich gewinnen können. Uriah Heep repräsentiert aber ein Stückchen musikalische Zeitgeschichte und ist für ein paar Menschen wohl ebenso unentbehrlich wie Kaffee (oder so). Auch an diese Leute muss mal gedacht werden.










