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"Universal Mind Control" von Common
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"Universal Mind Control" von Common

uf „Universal Mind Control“, seinem achten Album, macht Common mal wieder alles anders. Jetzt mal keine Pre-“808s & Heartbreak“-Kanyeschen Soulbanger mehr sondern elektrische Clubdinger von den Neptunes. Mal nicht mehr so nachdenklich rappen, sondern locker aus der Hüfte. Geht das gut?


Die Frage ist, ob man nach den beiden eher traditionell gehaltenen Vorgängern Common jetzt auf 80s-Elektrorutschen über Hinterteile rappen hören möchte. Denn mit „Be“ und „Finding Forever“ hat „Universal Mind Control“ nicht mehr viel zu tun. Schon der Opener und Titeltrack macht das klar. Kraftwerk-Sounds, Pharrell im Chorus und Common mit Zeilen wie “I'm the one the lady ladies chose to, strip and pose to, shake off they clothes to“. Ja, ungewöhnlich.
Dass Common sich immer wieder neu erfindet, wissen wir ja. Dass er dabei gerne mal auf die Meinung anderer nicht ganz so viel Wert legt, auch (Electric Circus und so, ihr wisst was ich meine). Das kann man ja auch alles machen, wenn da nicht so was wie „Sex 4 Suga“ bei rauskommt. Der Beat wäre Anfang des Jahrtausends auf einem N.E.R.D.-Album wahrscheinlich positiv aufgefallen, heutzutage wirkt er aber irgendwie ziemlich unpassend. Und Common sollte so verschmitzte halbanzüglichen „I will touch you where the sun don't shine“-Texte auch mal lieber Experten wie Nelly überlassen. Ein Party Album sollte das Ding hier werden und „Invincible Summer“ heißen. Ist leider nichts geworden mit dem Sommer-Release, deswegen dann die Namensänderung. Man hört aber, dass ein paar Lieder vom ursprünglichen Konzept überlebt haben. Wie z.B. „Make My Day“ mit fröhlich sommerlichem Cee-Lo der ein bisschen im Refrain rumsingt. Über einen flockigen Beat von Outkast-Producer Mr. DJ rappt Common über Groupie-Love, Barbecue, Champagner und das sonstige Goodlife. Ähnlich beschwingt geht es beim „Hoffnungslied“ „Changes“ zu. Auch dieser Track wurde von Mr. DJ produziert, der diesen Sommer ganz offensichtlich sehr genossen hat. Dass Common auch bei den neuen Hipstern mal reingehört hat, beweist er mit dem Track „Everywhere“. Schnell, elektronisch, bisschen locker gerappt und Martina Topley-Bird im Refrain. Das gefällt. Ein bisschen aus dem Rahmen fällt einzig Battletrack „Gladiator“, der zwar auch alles andere als grimey ist, aber schon so ein bisschen erdiger ist, als der Rest.

Der Mann ist natürlich auch beschäftigt mit seinen ganzen Schauspielrollen und so. Aber es wirkt schon so, als hätte man mit ein bisschen mehr Zeit aus diesem Album mehr rausholen können. Das Ding hat nur 10 Tracks! Das sollte dann eigentlich Klassiker-Material sein. Ist es aber nicht. Wirklich schlimm ist es aber zum Glück auch nicht.

M. Schmutzer
titel
01 Universal Mind Control (UMC) featuring Pharrell | 02 Punch Drunk Love featuring Kanye West | 03 Make My Day featuring Cee-Lo | 04 Sex 4 Suga | 05 Announcement featuring Pharrell | 06 Gladiator | 07 Changes featuring Muhsinah | 08 Inhale | 09 What A World featuring Chester French | 10 Everywhere featuring Martina Topley-Bird
Release: 05.12.08 bei Geffen
|http://www.geffen.com|
Künstler-Homepage: http://www.common-music.de/
cover
Bewertung:
3/5