er knuddelige Flat Eric wird auf dem Cover im „Ein andalusischer Hund“-Zitat mit einem Rasiermesser malträtiert, der Titel weckt Erinnerungen an Metallica und die Tracks heißen „Gay Dentist“ und „Bruce Willis Is Dead“. Das kann ja mal wieder heiter werden mit Mr Oizo.
Doch Opener „Hun“ ist beruhigenderweise erstmal ballernder, mid-tempo Ed Banger-Standard. In Kurzform. Denn das Lied ist nur 2:12. Mit ziemlich langem Interlude. Das ist bei allen Liedern so: Die sind kurz. Die 3 Minuten Marke wird nur sehr selten überschnitten. Das ist bei Ed Banger DJ-Sets normal, auf so einem Album natürlich erstmal ein bisschen befremdlich. Oft wirken die Tracks eher wie kleine Soundskizzen, aus denen mal mehr hätte werden sollen. Das ist natürlich nicht nur cool. Bezeichnenderweise ist das längste Stück der Platte auch so ziemlich das interessanteste. Schlicht „Z“ betitelt, ist das ein ziemlich düsteres, grimmiges, queres Stück. Nicht so funky, aber hat was.
Funky kann er aber auch und beweist es mit Tracks wie „Cut Dick“ oder „Jo“ beweist. Viele Tracks sind generell ein bisschen schneller zugänglich als bei seinen ein bisschen umständlichen Vorgängeralben. Das liegt vielleicht auch daran, dass er sich wieder auf seine alte „Flat Beat“-Arbeitsweise besonnen hat: Jeder Track der länger als 3 Stunden dauert kann nur Scheiße werden. Das nicht alles Gold ist, was in unter 3 Stunden produziert wird, füge ich diesem Gesetz mal hinzu.
„W“ ist so ein nerviges Ding. Jedes mal wenn da diese flächigen Synthies einsetzen denkt man, „yessir, jetzt geht’s los“, wird aber dann doch wieder bitter enttäuscht. Da geht nämlich gar nichts los und dann ist das Lied auch schon wieder vorbei. „Blind Concerto“ beweist zwar, dass Mr. Oizo weiß, wie man die BPMs in einem Lied erhöht und absenkt, aber diese Demonstration der hohen Produzentenkunst muss man sich nicht 3 Minuten lang anhören.
So isser der Oizo, aber man wird mit Brettern wie „Steroids“ mit Uffie dann auch wieder entschädigt.
Ist halt nichts zum Durchtanzen. Neben Smashern findet sich dann auch immer wieder 'n bisschen was verrücktes. Aber das ist ja auch ein Album und kein DJ-Mix, auch wenn die Tracks so kurz sind! Muss man sich ein bisschen drauf einlassen und selbst das hilft vielleicht nicht mal. Ist wirklich auch Schwachsinn dabei. Muss man drauf stehen.










