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Spieltag 29: Der Endspurt naht
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Spieltag 29: Der Endspurt naht

ünf Spieltage, 15 Punkte sind noch zu vergeben. Allein, es fehlt der Glaube, dass wirklich noch ein Team den Bayern (63 Punkte) gefährlich werden könnte. Zu dominant traten die Münchner in der gesamten Saison und besonders den letzten Spielen auf, zu sehr war die Konkurrenz aus Bremen, Schalke und Hamburg mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Doch die Meisterschaft ist ja nicht die einzige Entscheidung, die eine Bundesliga-Saison mit sich bringt:


Champions League (3 Plätze zu vergeben):
Bremen (53) hat hier mit fünf Punkten Vorsprung auf Rang vier die besten Aussichten, ist jedoch noch nicht sicher durch. Um den dritten Qualifikationsplatz streiten sich dahinter Schalke (51), Hamburg (48), Stuttgart (48) und Leverkusen (47), die lediglich 4 Punkte trennen.
Prognose: Bremen wird Vizemeister. Hamburg ist von der langen Saison müde und war zuletzt zu offensivschwach (nur drei Tore in den letzten sieben Spielen), bei Leverkusen zeigt die Formkurve deutlich nach unten (nur drei Punkte aus den letzten fünf Spielen). Stuttgart und Schalke machen die Qualifikation unter sich aus, wobei sich in den nächsten Spielen zeigen wird, wie sich das neue Trainer-Duo Büskens/Mulder schlägt und ob das 5:0 gegen Cottbus nur ein Strohfeuer war.

UEFA-Cup (2 Plätze zu vergeben):
Die beiden Teams, die im Rennen um die CL-Quali scheitern werden, besitzen hier sicher die „besten“ Karten, nächste Saison wenigstens im UEFA-Cup international vertreten zu sein. Sie sollten sich jedoch nicht zu sicher fühlen; auf den Plätzen dahinter lauern mit Wolfsburg (43) und Frankfurt (42) zwei Außenseiterteams, die tolle Saisons gespielt und nichts zu verlieren haben. Besonders die Wölfe präsentierten sich dabei zuletzt in bestechender Form (erster Platz der Rückrundentabelle) und haben zudem noch ein Nachholspiel in Nürnberg in der Hinterhand.
Prognose: Sollten die Wolfsburger ihr Nachholspiel gewinnen wird es eng; ansonsten machen die beiden Teams, die im Kampf um Platz drei scheitern, das Rennen.

Mittelfeld:
Für die Klubs aus Hannover (41), Karlsruhe (41), Bochum (37), Berlin (34) und Dortmund (34) dürfte die Saison vorbei sein, wenn nicht noch etwas unvorhergesehenes passiert – besonders für Berlin und Dortmund sicher enttäuschend, dass man schon so früh in der Saison keine Chance mehr aufs internationale Geschäft hat. Die Bochumer und Karlsruher freuen sich dagegen über eine unerwartet frühe Rettung, während Hannover seinen Ruf als graue Maus mal wieder bestätigt hat.

Abstieg (2 Nichtabstiegsplätze zu vergeben):
Hier spielte sich in den letzten Wochen zwischen fünf Teams ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen ab, das wohl auch bis zum letzten Spieltag spannend bleiben wird. Alle Teams waren dabei sowohl für positive Überraschungen wie auch für blamable Vorstellungen gut. Im Moment sind Cottbus (29) und Bielefeld (28) über dem Strich, während Rostock (27), Duisburg (25) und Nürnberg (23) absteigen würden. Die Nürnberger haben allerdings noch das Nachholspiel gegen Wolfsburg. Hier lohnt auch ein Blick auf das Restprogramm: Die Nürnberger dürfen noch gegen zwei Mitkonkurrenten zu Hause antreten und haben als einziges Team noch drei Heimspiele, die Rostocker haben wohl das schwerste Restprogramm (u.a. Hamburg und Leverkusen), Bielefeld und Duisburg ungefähr gleichschwere „Endgegner“.
Prognose: Bei der engen Situation wird viel von Kleinigkeiten abhängen. Cottbus zeigte sich zuletzt in den wichtigen Spielen sehr stabil und wird drin bleiben. Gewinnen die Nürnberger ihr Nachholspiel, könnte dies die Initialzündung für einen Endspurt sein; die Bielefelder bringen viel Erfahrung im Abstiegskampf mit. Neben einem dieser beiden Team werden Duisburg und Rostock den Gang in die zweite Liga antreten müssen.

F. Haller